Dieses Jahr gibt es im Europäischen Hundemuseum eine Sensation. Exponate aus dem ehemaligen Berliner Hundemuseum, das bis zum Jahr 2000 von Margarete und Gerhard Laske in Berlin-Blankenburg aufgebaut und betreut wurde, sind nun im Europäischen Hundemuseum im Kloster Marienberg ausgestellt – einige hundert Schaustücke sind nun zu bewundern. Sie stellen eine wesentliche Bereicherung des Hundemuseums dar. Die Sammlung ist sehr vielfältig und umfasst Figuren aus verschiedenen Materialien, originelle und witzige Gebrauchsgegenstände, sowie eine Vielzahl anderer Objekte rund um den Hund.
 Mit der Sonderausstellung von Hundebildern der Künstlerin Elisabeth Peterlik wird eine Ausstellungsreihe eröffnet, in der zeitgenössischen KünstlerInnen die Möglichkeit geboten wird, ihre Arbeiten zum Thema „Hund" einem entsprechenden Publikum zu präsentieren. Elisabeth Peterlik wurde in Ried (Oberösterreich) geboren und studierte in Wien an der Universität Kunstgeschichte und an der Hochschule für angewandte Kunst Malerei und Grafik. Neben zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland unternahm sie Studienreisen nach Irland und Nigeria. Den Schwerpunkt ihrer Arbeiten bilden Tierdarstellungen, unter denen der Hund eine besondere Stellung einnimmt. Sie porträtiert nicht nur ihre eigenen Hunde, sondern auch die Hunde von Freunden und Auftraggebern. Ihre Arbeiten sind ein gutes Beispiel dafür, dass Hundedarstellungen in der zeitgenössischen Kunst durchaus auch ihren Stellenwert haben.
In Zukunft sollen Rasseklubs verstärkt die Möglichkeit erhalten, ihre Hunde im Museum zu präsentieren. Den Anfang hat der Österreichische Pudelklub gemacht. Neben einer Fotodokumentation über die vielfältige Verwendbarkeit des Pudels werden eine Reihe hervorragender Objekte aus der Sammlung von Mag. Christine Grohs gezeigt.
Das Hundemuseum befindet sich im Obergeschoss des Klosters. Das Zisterzienserkloster Marienberg wurde im Jahre 1195 gegründet, zwischen 1529 und 1532 nahezu vollständig zerstört und im 17. Jahrhundert in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Die prächtige Barockkirche wurde zwischen 1741 und 1780 errichtet.
Ein großzügig illustrierter Katalog zum Europäischen Hundemuseum mit dem Titel „MENSCH & HUND – Geschichte(n) einer Beziehung" ist neu erschienen (siehe Kasten). Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: Sa., So. u. Feiertag 14-17 Uhr und gegen Voranmeldung.
| WUFF INFORMATION | | Mensch & Hund
 Geschichte(n) einer Beziehung – Katalog zum Europäischen Hundemuseum vorgestellt von Gerald Pötz
Im deutschsprachigen Raum bestimmt einzigartig ist dieser großzügig illustrierte Katalog mit einem vielfältigen Auszug aus den Exponaten des Hundemuseums, verfasst von Anton Schoberwalter. Kurzweilig lesen sich die Geschichten und Erläuterungen zu den Abbildungen. Geschichtsträchtiges und rührende Hundegedichte leiten zum ersten Thema „Mensch & Hund in der Karikatur" über. Im Anschluss wird ein großer Teil den Jagdhunden gewidmet. Es geht weiter mit den Kriegshunden, Blindenführhunden, Zughunden, „Hunden im Dienste der Obrigkeit", Schäferhunden und natürlich – den Ausstellungshunden. Stiche, alte Plaketten und Hundemarken sind zu sehen. Ein großes Kapitel wird dem Hund in der bildenden Kunst gewidmet. Dieser Katalog ist ein Muss für jeden Kunstliebhaber und Hundefreund – und bereits heute ein Sammelobjekt. Zu beziehen direkt beim Autor (Kontakt siehe am Ende des Artikels).
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| WUFF STELLT VOR | | Mag. Elisabeth Peterlik
Geboren 1958 in Ried/Innkreis (Oberösterreich), Studium der Kunstgeschichte in Wien, dann Ausbildung zur Kunst- und Werkerzieherin an der Kunstuniversität Linz. Seit 1994 als freischaffende Künstlerin in Puchenau bei Linz tätig. Peterlik: „Von Beginn an steht die Beziehung Mensch-Tier im Zentrum meiner künstlerischen Tätigkeit. Jedes Tier ist ein Individuum mit eigenem Charakter, der weit über rassespezifische Merkmale hi-nausgeht. Diese unverwechselbare Persönlichkeit möchte ich in meinen Hundebildern zum Ausdruck bringen."
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| WUFF INFORMATION | | Kontakt
Weitere Informationen zum Hundemuseum, sowie Terminvereinbarungen mit Führung:
Anton Schoberwalter +43 (0)2611/22 92 oder +43 (0)664/501 68 16 antonschoberwalter@yahoo.de A-7444 Kloster Marienberg
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