Was ist hier los? Kindergartengruppe auf Ausflug? Nachmittägliche Spielplatzszene? Fast, nur, dass Jasper, Tommy, Lisa, Leon, Max und Klara Hunde sind und ihre erste Sabro-Party feiern. Ihre was?
Rückblick „Guck mal Schatz, Sabro sucht Berater, die Hundepartys machen." „Was suchen die?" „Na, Berater für die Sabrosachen. So vor Ort den Leuten zu Hause die Sachen zeigen, damit man auch mal anfassen kann, bevor man bestellt und so." „So ne Tuppertante für Hundesachen, oder was?" „Genau, könnte doch witzig sein." „Ruf doch mal an und frag nach."
Dieser Dialog fand vor ungefähr 7 Monaten zwischen meinem Freund und mir statt und legte den Grundstein für meine Sabrokarriere. Ich bin Lehramtsstudentin am Ende meines Studiums und habe während meiner Studienzeit schon diverse Nebenjobs gehabt. So habe ich versucht, am Telefon Lottoscheine zu verkaufen, habe bei einer großen Einzelhandelskette an der Kasse gearbeitet, in einem Nachhilfeinstitut Kinder getriezt und Brötchen verkauft. Warum also nicht mal Hundepartys machen?
Gesagt getan, fix eine Bewerbung geschrieben und tatsächlich kam die Einladung zur Schulung nach Handeloh. Da ich zugegebenermaßen noch nie von diesem Ort gehört hatte, habe ich auf der Karte nachgesehen. Ach ja, kurz hinter Bremen, das ist von Dortmund aus ja nicht so weit – dachte ich. Dass Handeloh –man möge mir verzeihen, fast schon als weiter Ausläufer von Hamburg bezeichnet werden kann, stellte ich fest, als ich noch mindestens eine gute Stunde nach Bremen verzweifelt nach meiner Ausfahrt gesucht habe. Ich will es kurz machen, ich kam nach einigen Irrfahrten und Telefonaten mit Sabro tatsächlich an Ort und Stelle an. Rechnet man das akademische Viertel ab, sogar durchaus noch in einem zeitlich angemessenen Rahmen, wo –Gott sei Dank! - schon ein Kaffee und unglaublich leckere Schnittchen auf mich warteten. Derart gestärkt ging es dann an den theoretischen Teil der Schulung, der sich aber wider Erwarten sehr kurzweilig gestaltete. Wir Berater in Spe konnten uns einen Überblick über das Sortiment und das „Firmengelände" verschaffen und, ich war begeistert, durften das Sabrohunde- und Pferderudel durchknuddeln. Ich hätte also durchaus auch meine Hundesachen (Geht Ihnen das auch so, dass weiße Jeans nur noch höchst selten zum Einsatz kommen?) anbehalten können und hätte mir das in-bewerbungsfähiges-Outfit-wechseln mitten auf der Landstraße ersparen können…
Nach vielen Infos über Lederqualität, Herstellungsverfahren etc. und unglaublich leckerem Mittagessen und Kuchenbuffet machte ich mich abends auf den Heimweg und hatte auf der Rückfahrt genug Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen. Ich war alles in allem sehr positiv überrascht von der netten Atmosphäre und dem positiven Arbeitsklima. Ich hatte das Gefühl, auf Leute getroffen zu sein, die meine Einstellung zu Hunden und Tieren allgemein teilten und denen augenscheinlich wirklich mehr am Wohl der Hunde zu liegen schien, als am Profit. Im Gedächtnis geblieben ist mir der Satz, die Vliestoffler um Himmels willen nicht an Leute zu verkaufen, die ihr Parkett vor Krallenkratzern schützen wollen, sondern dann eher den Tierschutz einzuschalten. Fand ich super.
Zuhause angekommen stand ich dann in den nächsten Tagen erst mal vor dem Problem, dass ich nichts verkaufen kann, was ich nicht getestet habe und wovon ich nicht vollständig überzeugt bin. Also das Kudde samt Polarpad in die Küche, die Geschirre kennen wir schon, die Leinen kommen im Wechsel dran, nur für die Halsbänder müssen Fremdhunde engagiert werden, da meine Hündin Halsbänder weder kennt noch mag.
Alle Tests verliefen positiv und nachdem ich eines Tages nach Hause kam und Hund und Herrchen gemeinsam schlummernd im Kudde vorfand erklärte ich die Testphase für beendet und machte mich auf die Suche nach potentiellen Partykunden. Meinen freundlich-hartnäckigen Einladungen konnte keine Gassibekanntschaft widerstehen. Dass sich der Gastgeber je nach Umsatz ein Kuscheltier umsonst aussuchen und zusätzlich ausgewählte Artikel zum halben Preis erwerben kann und die Gäste ebenfalls ein kleines Präsent erhalten, half bei der Suche ein wenig und so fand ich mich bald vor meinen ersten Kunden wieder.
Vor Leuten zu reden bin ich berufsmäßig gewohnt, von daher war ich nicht wirklich aufgeregt. Statt Wissen eben Hundezubehör verkaufen. Lässig. So lief die Party denn auch gut. Bei Kaffee und Keksen stellte ich meinen Warenkorb vor, beantwortete Fragen („Ja, Sie können innerhalb von zwei Wochen umtauschen. Nein, Sie müssen natürlich nichts kaufen, wenn Sie nicht wollen, hier wird niemand gezwungen.), nahm Maß, passte an, beriet bei der Farbauswahl und hielt das eine oder andere nette Schwätzchen. Die miteingeladenen Hunde vergnügten sich derweil damit, die noch auf Vorführung wartenden Liegeplätze auszuprobieren. Ein echter Härtetest fürs Material, aber alles hielt stand und es gab keine Verluste zu beklagen. Den Gastgeberhund nach der Party wieder aus dem Kudde heraus zu komplimentieren war da schon schwieriger.
Dieser ersten folgten weitere Hundepartys und ich kann sagen, keine Party ist wie die andere. Neue Leute, neue Hunde. Das macht es immer wieder spannend und interessant. Oft sitzt man nach einer Party noch zusammen und redet ein wenig. Es ist schön, sich zur Abwechselung mit Leuten zu unterhalten, die nicht die genervt die Augen verdrehen, wenn man lang und breit von Trainingserfolgen, Problemchen oder Streichen seines Hundes erzählt. So werden aus Fremden manchmal Bekanntschaften und aus manchen Bekanntschaften ergeben sich sogar Freundschaften.
Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß. Ich kann mir meine Arbeitszeit frei einteilen, einen Mindestumsatz gibt es nicht. Nach einiger Zeit verselbstständigt sich die Sache auch und die Bestellungen kommen von allein per Telefon und Mail, denn natürlich kann man bei seinem Sabro-Berater auch ohne eine Hundeparty bestellen. Und wer einmal die Sabroqualität kennen und schätzen gelernt hat, kommt so schnell nicht mehr davon los. Die Kaution für den Warenkorb hat man auf jeden Fall schnell wieder drin.
Was mir persönlich auch sehr wichtig ist, ist, ehrlich zu beraten. Ich kann nicht um jeden Preis verkaufen. Es passiert zwar selten, aber wenn ich der Meinung bin, ein Artikel ist für einen Hund nicht geeignet, so sage ich das. Für Sabro ist das auch völlig ok, denn oberstes Ziel ist, den Hunden etwas Gutes zu tun und durch funktionelles Zubehör ein Stück mehr Lebensqualität zu schenken. So finden sich im Sabro-Sortiment auch definitiv keine Vollzug- oder Stachelhalsbänder oder anderweitig tierschutzrelevante Artikel.
Falls Sie jetzt Lust bekommen haben, eine Hundeparty zu geben oder eventuell selbst ein Sabro-Berater zu werden, schauen Sie doch mal auf www.sabro.de vorbei. Dort können Sie ein wenig im Sortiment stöbern, oder auch mit einem Berater in ihrer Nähe Kontakt aufnehmen. Falls Sie in Dortmund und Umgebung wohnen, treffen wir uns vielleicht auch einmal persönlich.
Ach ja übrigens, Jasper schaffte es übrigens doch noch in den Gartenteich. Samt nagelneuem Geschirr.
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